Geschichte

Die Gründung des Sportvereins „Frankonia“ ist auf das Jahr 1921 zu datieren. Der damals 25jährige Franz Herold hatte die Idee, einen Leihtathletikverein zu gründen. Im Gasthaus „Anker“ wurde der Verein aus der Taufe gehoben. In den Sparten Boxen, Speerwerfen, Laufen, Weitsprung und Faustball entwickelte sich ein reges Vereinsleben. Nach etwa zwei Jahren wurde aus dem Leichtathletikverein ein Fußballverein. Regelmäßige Freundschaftsspiele gegen Mannschaften aus den Nachbargemeinden fanden statt.

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde der Verein aufgelöst. Im Jahre 1946 erwachte mit der Demokratisierung auch der Sportverein wieder. Der Verein wurde im Gasthaus „Anker“ neu gegründet und der 1. Vorsitzende mit Gottfried Grimm gewählt. Von den Damen wurde der Handballsport betrieben und die Herren widmeten sich dem Fußballsport. Aus Bettlaken, die man bei der amerikanischen Besatzungsmacht „einkaufte“, wurden die ersten weißen Hosen und Hemden genäht. Rote Kragen und Armstulpen besetzte man aus alten Hakenkreuzfahnen. Die erste Nachkriegself trat gegen den Nachbarn Trennfeld an und verlor mit 2:6 Toren. Im Jahr 1947 begann auf dem Federlesberg der Tischtennissport. Mit Franz Fleck und Alfred Herfert begann ein intensives Training. Erste Verbandsspiele fanden 1949 statt. Leider musste der Spielbetrieb nach wenigen Jahren wegen Platzmangel wieder eingestellt werden.Den ersten Aufstieg in die B-Klasse feierten die Fußballer in der Saison 1961/62. In der Saison 1965/66 gelang ihnen der Aufstieg in die A-Klasse.


Durch den Bau des Sportzentrums 1968/69, erlebte der Verein einen sportlichen Höhenflug. Neue Abteilungen wie Turnen und Tennis wurden gegründet. Die Tischtennisabteilung wurde durch Willi Hampel neu gegeründet. Dank seinem Engagement, mit Unterstützung von Josef Schreck, mauserte sie sich zum sportlichen Aushängeschild des Verein. Die Turnabteilung verzeichneten unter ihren Abteilungsleitern Albert Scheel, Ruth Hampel und Elisabet Scheel, einen großen Zulauf in den Sparten Mädchen- und Bubenturnen, sowie dem Jedermann-Sport.Mit der Gründung einer Tennisabteilung am 15.09.1971 und dem Bau der Sandplätze wurde das sportliche Angebot des Vereins erweitert. Der erste Abteilungsleiter war Rolf Liebler. Das Sportheim wurde in den Jahren 1978/79 durch die Mitglieder in 3500 Arbeitsstunden neue erbaut und eingeweiht. Im Jahre 1983 fand die Weihe der Vereinsfahne (gesponsort durch Fahnenpatin Helga Behl) und des Ausweichplatzes durch Pfr. Edgar Dinkel, während dem „Tag des Sports“ statt. Ein unvergessliches Erlebnis war 1987 die Teilnahme der Turnmädchen, unter Leitung von Rita Fuchs, am Deutschen Turnfest in Berlin.

Im gleichen Jahr gelang im Tischtennis der 1. Herrenmannschaft der Aufstieg in die 2. Bezirksliga. Durch den unermüdlichen Einsatz von vielen Vereinsmitglieder, konnte 1995 der Umbau des Sportheimes umgesetzt werden. Der SV Frankonia Lengfurt war im Jahre 1997 Ausrichter des Gaukinderturnfestes des Turngaus Würzburg. Im Tischtennis errang die 1. Herrenmannschaft nach 61 ungeschlagenen Spielen den Aufstieg in die 1. Kreisliga.

Bis zur Saison 2007/08 wurde einige Male der Kreispokal nach Lengfurt geholt. In dieser Saison gelang der Aufstieg in die 3. Bezirksklasse Mitte. Die Damenmannschaft schaffte nach der Neugründung im Jahre 1997 in den folgenden Jahren die Aufstiege von der 2.Kreisliga MSP bis in die 2. Bezirksliga Ost. Mit Christa Geist kam 2011 eine Spitzenspielerin aus Wombach nach Lengfurt. Durch diese Verstärkung gelang den Damen die Meisterschaft in der Unterfrankenliga 2011/12 und der Gewinn des Bezirkspokales im Jahre 2012.

Für zwei Jahre spielten die Damen in der Landesliga Nord/West. Den größten Einzelerfolg erreichte Christa Geist im Jahre 2013, als sie bei der Europameisterschaft der Senioren in Bremen den Titelgewinn im Doppel erringen konnte. Im Jugendbereich war die Meisterschaft in der Bezirksoberliga 2006/07 von der 1. Jungenmannschaft der sportliche Höhepunkt. Diese berechtigte zum Aufstieg in die Bayernliga in der kommenden Saison. Leider konnte die Mannschaft dies nicht wahrnehmen, da die Spieler für den Jugendbereich zu alt waren. Seit dem Jahr 2006 konnte der SV Lengfurt keine eigene Fußballmannschaft mehr stellen, weswegen eine Spielgemeinschaft mit den Sportkameraden aus Erlenbach eingegangen wurde. Ein Jahr später ging man auch im Nachwuchsbereich mit den Sportkollegen aus Erlenbach, Trennfeld, Rettersheim und Homburg zusammen. Man gründetete die JFG Main-Spessart Süd.